Magst Du dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Alexander Walmsley. Ich bin Künstler und Wissenschaftler und arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Mein Schwerpunkt liegt im Bereich Kunst, Film und Medienkunst. Aktuell promoviere ich in den Medienwissenschaften.
Wie ist es zu diesem Weg gekommen?
Ich habe zunächst Archäologie und Anthropologie im Bachelor und Master studiert und bin darüber später zur Kunst und Fotografie gekommen. Gegen Ende meines Masterstudiums habe ich mich intensiv mit 3D-Rekonstruktionen archäologischer Ausgrabungsstätten beschäftigt. Ich habe historische Städte digital nachgebaut und diese unter anderem für Museen als VR-Anwendungen umgesetzt. Parallel dazu habe ich eigene fotografische Projekte realisiert, die mich schließlich stärker in den künstlerischen Bereich geführt haben.
Was mich an Anthropologie und Archäologie immer interessiert hat – und bis heute interessiert –, ist die Wechselwirkung zwischen Technologie, Gesellschaft und Individuum. Während dieses Interesse im Studium meist historisch oder prähistorisch verortet war, beschäftige ich mich heute stärker mit dem gegenwärtigen Kontext.
Welches deiner Projekte im Bereich digitaler Ausstellungen ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Eines der ersten größeren Projekte war die 3D-Modellierung der Stadt Stade in Niedersachsen vor etwa sechs Jahren. Das Modell stellt die Stadt im Jahr 1620 als VR-Anwendung dar und ist – soweit ich weiß – noch im Museum zu sehen. Ich habe jedes einzelne Gebäude modelliert, sodass man sich frei durch die Stadt bewegen konnte. Das war ein sehr aufwendiges, aber auch sehr schönes Projekt.
