Was hat dich bewegt die Professur an der Folkwang anzutreten?
Mich hat vor allem die Struktur des Studiengangs überzeugt: die drei Säulen Text, Bild und Code. Diese klare Aufteilung zeigt, dass an der Folkwang ein sehr zukunftsweisendes Verständnis von Gestaltung gelebt wird. Dazu kommt die exzellente Ausstattung – die Werkstätten sind herausragend und ein Kollegium, das Lust auf Zusammenarbeit hat.
Ich empfinde die Folkwang als eine der spannendsten Kunsthochschulen in Deutschland. Besonders reizvoll finde ich auch die Durchlässigkeit zwischen den Bereichen Intermediale Gestaltung, Fotografie und Produktdesign. Gerade in der Verschränkung dieser Felder liegt ein enormes Potenzial für die Zukunft. Der Folkwang-Gedanke, also die Verbindung der Künste, in der Gestaltung aber auch darüber hinaus ist mir ebenso wichtig.
Was war dein erster Eindruck von der Folkwang?
Seit beinahe einem Jahr bin ich nun hier und mein Eindruck ist sehr positiv. Die Ressourcen sind stark, die Werkstätten fantastisch, und ich habe tolle Kolleg*innen und Studierende. Ich sehe viel Raum für Neues, für Umgestaltungen, für Experimente. Was es bedeutet Gestalter*in zu sein befindet sich im Umbruch und es ist großartig an diesen Veränderungen mitwirken zu können.
Zu Beginn des Wintersemesters habe ich mit dem Folkwang Institut für Pop an einem KI-Workshop zusammen gearbeitet. Wir starten zudem derzeit ein großes Forschungsprojekt welches über vier bis sechs Jahre laufen wird mit dem Titel Multisensory in Dialogue and Artistic Practice (MIDAP). Das ganze ist ein Forschungsprojekt der beiden größten Universitäten der Künste in Deutschland (Berlin und Essen) über und für die Zukunft künstlerischer Lehre im digitalen Zeitalter.
